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Die Lloyd Fonds AG (Hamburg) hat 2006 den ersten offenen Schiffsfonds auf
den Markt gebracht.
Nachdem die Bundesregierung im November 2005, die so genannten
Steuersparfonds abgeschafft hat, (Info)suchen die Emissionshäuser von geschlossenen Fonds
offensichtlich nach Alternativen.
Ein offener Schiffsfonds würde den Zeichnern den börsentäglichen
Verkauf der Anteile erlauben. Dagegen war es bei geschlossenen Fonds, wozu auch die Schiffsfonds gehören, bis vor kurzem kaum möglich, Anteile vor Ende der Laufzeit, in der Regel 10
bis 20 Jahre, zu verkaufen. Das Geld war somit langfristig gebunden.
Diesen Nachteil gegenüber den offnen Fonds, haben die Fondsgesellschaften bereits erkannt und einen Zweitmarkt für geschlossene Fonds geschaffen. Heute gibt es mehrere Plattformen, auf den Beteiligungen von geschlossenen Fonds täglich gehandelt werden können.
Ein offener Schiffsfonds würde erstmals den Anlegern den Weg für ein
Investment in die Seeschifffahrt ermöglichen, die die Risiken einer unternehmerischen
Beteiligung nicht eingehen möchten. Die Erträge aus dem Fonds wären nach einer einjährigen Haltedauer der Anteile nach aktuellem Recht steuerfrei, allerdings soll der Fonds
thesaurierend sein.
Der von der Lloyd Fonds AG geplante Fonds soll von der Sicav
Fondsgesellschaft in Luxemburg aufgelegt werden, und wird vermutlich zunächst nur den institutionellen Investoren offen stehen.
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